| 13.12.2007 Woz & Greis |
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Zu politisch für die NLZ
Zwanzig Zeilen Rap zum Thema Advent – das bestellte die “Neue Luzerner Zeitung” ( NLZ ) letzte Woche beim Rapper und WOZ – Kolumnisten Greis. Anlass war sein Konzert am 8. Dezember im Luzerner Kulturlokal Schüür. “Wohin dich, Greis, die Reime dann führen, wäre natürlich völlig dir überlassen”, schreibt der zuständige Redaktor in einer E-Mail. Nur unanständige Wörter wie „Arschloch“ seien verboten. Greis hielt sich an die Vorgabe – sein Text wurde trotzdem nicht abgedruckt. Ein NLZ – Mitarbeiter sei am Konzert aufgetaucht und habe ihm mitgeteilt, dass der Chefredaktor Thomas Bornhauser den Text nicht im Blatt wolle, erzählt der Rapper. Die WOZ springt gerne in die Bresche:
Advent, Advent, die zweite Kerze brennt Kinder passt auf, wenn ihr über die Strasse rennt Wenn ihr zu schnell um die Strassenecke geht Sonst werdet ihr gleich verhaftet und weggesperrt Ha gmeint, das KKL sig e Kulturstett Cops faaren i, as ob si hie e Diktatur wette Es steit im Handbuech vo Feschtnaameakzione: Die Vorgehenswiis füert zur Eskalazion Was si waarhaftig Gründ für Masseverhaftige Kids wirsch nie chönne verjage, si bliibe da Repression füert zu mee Widerstand Am Änd chöimer öies KKL nidertrampe D Boa isch wäg und d Poscht bout es Huus dört Wo di ganzi Nacht Laschtwäge ii und uus gö S wird also ruig, genau, wünsche guet Nacht Das isch e richtiggehende Tugenduustusch Und d Stadt git mee uus für d Reinigung vom Dach Aus si jemaus het uusggä für Jugendkultur Frooi Wienachte, i wünsche guete Huusbou Und dass si hie irgendwenn wider irgendöppis uuslose
WOZ Die Wochenzeitung Nr. 50, 13. Dezember 2007 Seite 7
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