Aktion Freiraum

17.04.2008 Zisch: Ein Gegenpol

Ein Gegenpol

Zum Fest der «Aktion Freiraum» in einer ehemaligen Druckerei in Luzern. Lidia Bucher, Malters.

Als kritische, aktive, lebensfrohe Luzerner Bürgerin habe ich die aktuelle Polemik um die vergangene Sauvage in der Unions-Druckerei mitverfolgt. Ich bin empört über die Diffamierung der Stadtpolizei gegenüber der Aktion Freiraum. Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, waren die BesetzerInnen weder betrunken noch gewaltbereit. Ziel war lediglich ein unkompliziertes Eindringen in das seit einigen Monaten leer stehende Gebäude. Die hohe, durchmischte Besucherzahl, die ausgelassene Stimmung und das vielfältige Musikangebot haben erneut aufgezeigt, dass ein akutes Raumproblem der alternativen Kulturszene besteht - nach der Schliessung der Boa steht sie sozusagen auf der Strasse. Die Stadt hat dies immer noch nicht realisiert.

Die Verleumdung von Seiten der Polizei ist ein deutlicher Hilfeschrei; nur weil sie nicht vorbereitet waren, wird gleich ein extremes Gefahrenpotenzial damit verbunden. Die Aktion Freiraum hat schon lange versucht, der Stadt zu verdeutlichen, was ihre Anliegen sind. Meines Erachtens ist ein Gegenpol zur etablierten Kultur, also ein selbstbestimmtes, basisdemokratisch organisiertes Kulturzentrum, legitim und wichtig!

 

Quelle: Zisch.ch

 
Diese Seite spinnt mit dem Internet Explorer und das ist uns sowas von egal!>