Aktion Freiraum

Sauvage
28.04.2008 20min: Grüne helfen Aktion Freiraum

Die Aktion Freiraum erhält in ihrem Kampf für mehr alternativen Kulturraum politische Unterstützung von den Grünen.

Diese fordern vom Stadtrat, dass er alle Möglichkeiten prüft, um den Jugendlichen und kreativen Kulturschaffenden geeignete Räume zur Verfügung zu stellen. Wie die Partei gestern weiter mitteilte, stellt sie sich zudem hinter die illegale Party in der Unions-Druckerei vor gut zwei Wochen. Zwar habe die Aktion Freiraum keine Bewilligung gehabt, doch sie habe friedlich auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht.
 
Quelle: 20min
 
22.04.2008 Zisch: Wegsperren und verbieten ist keine Lösung

«Wegsperren und verbieten ist keine Lösung»

Zu den Forderungen der Aktion Freiraum. Lukas Riechsteiner, Emmenbrücke.

Mit einigem Kopfschütteln habe ich die Äusserungen unseres Polizeikommandanten zum illegalen Fest der Aktion Freiraum gelesen. Meines Wissens war er weder anwesend, noch hat er in irgendeiner Form das Gespräch mit den Veranstaltern gesucht. Um sich zu rechtfertigen, versucht er ein Schreckensszenario heraufzubeschwören, das nicht stattgefunden hat.

Mit Speck fängt man Mäuse oder anders ausgedrückt, mit linken, bewaffneten und vermummten Gewalttätern fängt man Parlamentarier. So versucht er, Mittel für sein Polizeikorps zu generieren. Und prompt funktioniert es: Die SVP macht brav Vorstösse, und auch Frau Trudi Bissig-Kennel von der FDP scheut sich nicht, unkritisch und undifferenziert ins gleiche Horn zu blasen. Dies befremdet mich sehr, erwarte ich doch von einer Partei, die nach wie vor Freisinn propagieren will, eine objektive, fundierte Meinung. Es reicht eben nicht, nur aufgrund der Schilderung einer Partei zu urteilen, man müsste auch die andere Seite anhören.

Lange ist es her, dass ein gewisser Salieri die mittlerweile unumstrittene Kunst eines Mozart mit allen Mitteln, aber vor allem durch Ignoranz und Verleumdung bekämpft hat. Es stimmt mich nachdenklich, wie auch bei der Umnutzung der Zivilschutzanlage Sonnenberg argumentiert wird, die Aktion Freiraum sei der Auslöser gewesen mit einer wohl unbewilligten, jedoch absolut gewaltfreien Aktion vom 1. Dezember. Ich denke, die Initianten haben am 15. Dezember an ihrem bewilligten Strassenfest hinlänglich bewiesen, dass sie friedlich für alternativen Freiraum kämpfen. So appelliere ich an die Salieris in den Köpfen unserer ParlamentarierInnen, sich ihre Meinung unter Einbezug aller Fakten zu bilden. 800 Besucher, ein friedliches Tanzen unterschiedlichster Menschen quer durch alle Altersgruppen und extrem geringer Sachschaden sprechen für sich. Die Forderungen der Aktion Freiraum sind berechtigt. Wie sonst soll sie bei Bevölkerung und Regierung auf ihre Anliegen aufmerksam machen? Glauben Sie mir, Mozart würde Aktion Freiraum wählen, denn sie widerspiegelt eine lebendige, kreative und widerspenstige Kultur!

 

Quelle: Zisch.ch

 
19.04.2008 Zisch: Luzern steht vor grösseren Problemen

«Luzern steht vor grösseren Problemen»

Zum Artikel «Illegales Fest in alter Druckerei», Ausgabe vom 14. April. Maurus Zeier, Präsident Jungfreisinnige Stadt Luzern.

Kaum eine Woche vergeht ohne Negativschlagzeilen der, im negativen Sinne gemeint, aktiven Aktion Freiraum. Das neuste Ziel, eine alte Druckerei, welche in den Augen der «Freiraum-Schaffenden» beste Gelegenheit bietet, eine illegale und laut Polizei auch aggressive Party ganz nach dem Prinzip «Teufel komm raus» zu schmeissen.

Ohne unserer Polizei nahetreten zu wollen, wäre in diesem Fall der Teufel, in den Augen der Feiernden versteht sich, die Polizei. An jenem Samstag wurde die Polizei laut dieser Zeitung über einen gewaltsamen Einbruch mehrerer Personen in ein altes Druckereigebäude informiert. Nach einem Augenschein und der Beurteilung («sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet und offensichtlich bereit, diese gegen die Polizei einzusetzen») zog die Polizei die wenigen Polizisten ab und liess die Autonomen weiterfeiern.

Dürfen wir es zulassen, dass eine Gruppe von Linksautonomen Einbruch begeht, bewaffnet ist, eine illegale Party feiert und die Polizei zuschaut? An den FCL-Spielen stehen Dutzende Polizisten in Vollmontur bereit, gegen weit mehr aggressive Fans die stärkere Rolle zu spielen, und eine illegale Party von einigen Autonomen ist zu gefährlich, um einzuschreiten?

Die Stadt Luzern steht vor grösseren Problemen, als erkannt wird, diese gilt es zu bekämpfen.

Freiraum ist gut, Gewaltverbrechen und Selbstjustiz sind nicht!

Maurus Zeier, Präsident Jungfreisinnige Stadt Luzern

 

Quelle: Zisch.ch 

 
15.04.2008 Zisch: Polizei rüstet sich für neue Aktionen

Polizei rüstet sich für neue Aktionen

Die Stadtpolizei Luzern hat ihr Dispositiv angepasst, um bei künftigen illegalen Veranstaltungen wie jener am vergangenen Samstag rascher eingreifen zu können.

Die Aktion Freiraum war am Samstag in eine ehemalige Druckerei eingedrungen, um ein Fest zu veranstalten. Gemäss Polizeikommandant Ernst Röthlisberger werden in Zukunft mehr Polizisten und Mittel bereitgestellt. Dass die Polizei am Samstag nicht eingegriffen habe, dürfe «nicht missverstanden werden», sagte der Polizeichef. Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer sagt über die Veranstaltung der Aktion Freiraum, diese sei «kontraproduktiv» gewesen. Die Aktion verlangt nach einem autonomen Kulturraum.

mic

Quelle: Zisch.ch 

 

 
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