Aktion Freiraum

Gruppe ‚Sous le pont’ unter Zugzwang
Pressecommuniqué vom 24.11.2008:

Am vergangenen Samstag, dem 22. November musste die Gruppe ‚Sous le pont’ das angeeignete Feld auf der Allmend räumen. Die jungen Menschen, die ihr Leben und ihren Wohnraum gerne im Bauwagen gestalten möchten, sahen sich gezwungen sich mit der Stadt auf ein Räumungsdatum zu verständigen. Dies nachdem Stadtrat und Baudirektor Kurt Bieder ihnen zu verstehen gab, dass es eben nichts zu verstehen gebe bzw. der Stadtrat sich nicht mit dem Thema und der gesetzlich bedingten Problematik auseinanderzusetzen gewillt ist.
Es macht den Anschein, als würde das Anliegen von Mitbürgern im Stadtrat nicht ernst genommen. Man müsse halt selbst schauen, wenn man so aussergewöhnlich wohnen und leben wolle. Was der Stadtrat damit schlichtweg ignorierte, ist die Tatsache, dass es meist gar keine andere Möglichkeit gibt, ausser der Unterstützung und den Goodwill der Gemeinde. Denn auf einem Campingplatz, wie Herr Bieder einbrachte, lässt’s sich gesetzlich nur 9 von 12 Monaten leben. Und das Leben würde sich dort wohl auch eher wie in einem Durchgangsheim gestalten. Was die Gruppe jedoch möchte, ist ein Stück Land, wo mensch sich’s einrichten kann, wie’s ihm entspricht. Dass die Gruppe ‚Sous le pont’ bereit ist eine entsprechende Miete zu zahlen, ist klar.
Im kurzen zweckgebundenen Gespräch, nämlich einen Abzugstermin zu nennen, meinte Herr Bieder denn auch, dass die Stadt keinerlei Landreserven mehr habe. Nicht ganz wahr um es diplomatisch auszudrücken. Denn auch wenn Herr Bieder, Baudirektor, nicht fündig wurde, die Gruppe hat eine leerstehende, ungenutzte Wiese gefunden, die der Stadt gehört. Sie befindet sich jedoch etwas ausserhalb, nämlich im Schlund von Kriens.
Gefunden, und notgedrungen besetzt. Anders lässt sich das nicht ausdrücken, wenn sich einem keine andere Möglichkeit bietet – muss halt, aus Notwehr quasi – auf eine andere FreiFläche ausgewichen werden.
Ob es der Stadt hier passt, und sich weder Anwohner noch Spaziergänger ab den WagenbewohnerInnen zu brüskieren wissen, wird sich zeigen.

Wir sehen bei dieser brachliegenden Kieswiese keinerlei Nutzungskonflikte und bestehen darauf diese, evtl. gegen einen angemessenen Mietzins, zu nutzen.
Denn, wir lösen uns nicht in Luft auf und bleiben in Luzern !

Mit freundlichen Grüssen

Gruppe Sous le pont
 
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