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Allmend 16.10.08 Sehr geehrte Damen und Herren Wir möchten sie mit diesem Schreiben über unsere Situation informieren und auf den Umgang der Stadtregierung mit alternativen Lebensformen aufmerksam machen. Nachdem wir feststellen mussten, dass es gesetzlich nicht möglich ist, ein Grundstück zu mieten und dieses mit Bauwagen zu bewohnen (einige von uns versuchten dies ca.2 Monate lang in Rothenburg und wurden trotz Mietvertrag polizeilich aufgefordert zu gehen), hatten wir Ende Juni, mit unseren Bauwagen, in Emmen an der Schwanderhofstrasse eine Parzelle besetzt und belebt. Aufgrund der ungeeigneten Lage unter der Brücke, haben wir uns mit dem Besitzer geeinigt das Gelände zu verlassen. Nach längerem Suchen und Abwägen haben wir uns entschieden, am 12. August, auf die Allmend umzuziehen. Dieser Platz wäre ideal !!! Das Areal ist stadtnah, öffentliche Verkehrsmittel sind nahe, es ist grün und sogar von der Zonenplanung als so genante ’’Freiraumzone’’ benennt. Leider haben Baudirektoren, Zonenplaner und Regierungsmitglieder eine andere Auffassung von ’’Freiraum’’. Somit mussten wir erfahren, dass die Stadt Luzern unser Verweilen auf der Allmend nicht befürwortet! Die Art und Weise wie der Stadtrat zu kommunizieren pflegt, ist für uns nicht akzeptabel. Wir hatten weder die Gelegenheit unsere Anliegen und Vorstellungen zu erläutern, noch wurden uns die Standpunkte des Stadtrates mitgeteilt, obwohl wir mehrmals das Gespräch suchten. Stattdessen wurde ein Jurist, Herr Daniel Bernet, beauftragt, mit uns über einen Abzugstermin zu verhandeln. Dieser Auftrag wurde mit kurzen Emails welche auch kleine Drohungen beinhalteten, aus unserer Sicht nicht erfüllt. Bis heute ist uns bloss ein einziger Grund genannt worden, weshalb wir das Areal zu räumen haben, und zwar wegen dem ’’fragilen Ökosystem’’ welches wir anscheinend stören. Wir hatten Einsicht in die Pläne der Allmend, wir wissen wo die Naturschutzzonen sind und wo nicht. Zudem sehen wir täglich wie die Allmend durch andere Mitmenschen einiges arger beansprucht wird, als es unsereins mit einem Bauwagen tut. Für uns ist dies kein relevanter Grund und lässt einige Fragen offen. Da zeigt sich einmal mehr, dass in Luzern einfach weggewiesen werden kann, ohne irgendeine handfeste Begründung dafür zu brauchen. Es ist offensichtlich, dass die Luzerner Stadtregierung mehr daran liegt ihr Gesicht als Einkaufs-, Tourismus- und Buissnesstadt aufrecht zu erhalten, als auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen. Wir werden weiterhin in Luzern leben! Wir werden weiterhin in unseren Bauwagen leben! Besten Dank für ihre Kenntnisnahme und Unterstützung. Bei Fragen und Anregungen bitte Email an: gruppe(punkt)souslepont(ät)yahoo(punkt)de Mit freundlichen Grüssen Gruppe sous le pont Allmend 6000 Luzern
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