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Medienmitteilung der IKU Boa |
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IKU Boa Geissensteinring 41 6005 Luzern http://www.boaluzern.ch
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MEDIENMITTEILUNG Luzern, 13. Dezember 2007 Aktuelle Kulturdiskussion Der Südpol Luzern – ein Raum für die alternative Kulturszene? In einem Wettbewerb wurde der Verein Südpol Luzern als zukünftige Trägerschaft des Kulturzentrums im ehemaligen Schlachthof bestimmt. Die alternative Kulturszene hat offensichtlich Mühe den Standort Kriens und das ausgewählte Konzept zu akzeptieren. Das zeigen u.a. das Engagement der “Aktion Freiraum” und der Protest auf der Strasse. Wieso ist das so? Die IKU Boa ist nahe an den Unzufriedenen dran und stellt die zentralen offenen Fragen zusammen. Sie wünscht sich eine breite Diskussion. Die aufgeworfenen Ungewissheiten sollen nicht als persönliche Kritik an den MacherInnen des Südpols aufgefasst werden. Folgende Fragen liegen aber im Raum und verlangen nach Antworten: - Was heisst “Alternativkultur”? Welche Räume und Strukturen braucht sie? Soll und darf sie nur noch in Randgebieten (wie Kriens) stattfinden?
- Die freie Theaterszene wird in den Südpol eingebettet sein. Theater kostet viel und darf das auch. Die BetreiberInnen des Südpols haben aber in ihrem Konzept (S. 6 / www.suedpol-luzern.ch) kaum mehr Subventionen für die Sparte Musik vorgesehen. Das ist unrealistisch. Wie sollen so qualitativ hochstehende Produktionen stattfinden können?
- Der Verein Südpol wird von einer Person präsidiert, die ihr Geld im KKL verdient und u.a. das Rahmenprogramm für die Auslosung der EURO 08 organisierte. Kann und soll eine Person in dieser Funktion die alternative Kulturszene repräsentieren?
- Der Südpol soll von einer einzelnen Person, einer/einem Geschäftsführer/in, geleitet werden. Ist das eine adäquate Lösung für eine lebendige, experimentierfreudige und zuweilen aufmüpfige Kulturszene? Kann eine solche hierarchische Struktur den verschiedenen Ansprüchen gerecht werden?
- Kreatives, junges Schaffen braucht Freiräume. Es braucht innerhalb eines Hauses “Durchlässigkeit von unten” und nicht (nur) Ordnung von oben. Die Situation im Treibhaus zeigt, dass zuviel Reglementierung den Groll der Basis erzeugt. Wie sollen die gewünschten Freiräume geschaffen und erhalten werden?
- Die Ersatzräume für die freie Kulturszene sind eingebetet in den Kulturwerkplatz Süd, wo auch die Musikschule und das Luzerner Theater zu Hause sein werden? Wie “frei” kann dieses Kulturschaffen dort überhaupt sein? Besteht ein Grundwiderspruch? Welche Konflikte sind zu befürchten?
- Die neue Infrastruktur im Südpol stellt hohe Ansprüche an den technischen Unterhalt. Macht das Anlässe noch bezahlbar? Wie entwickeln sich die Mieten? Welche Konditionen erhalten finanzschwache Veranstalter?
Die IKU Boa will nicht verurteilen; sie weiss, dass dem Trägerverein Südpol ein sehr schwieriger Weg bevorsteht. Sie möchte aber, dass eine konstruktive Diskussion entsteht, vor der auch die Verantwortlichen der Stadt nicht die Augen verschliessen. Es wäre schade, wenn der Luzerner Südpol zu einem Südpol wird – zu einem Ort, wo keine Menschen sind. IKU Boa Trägerverein ehemaliges Kulturzentrum Boa
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