| 1.12.09: Medienmitteilung "Kulturraumoffensive" |
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Heute vor zwei Jahren hat sich in Luzern eine breite Bewegung formiert, welche für mehr kulturellen Freiraum und gegen die zerstörerische Stadtentwicklung kämpft. Nach diesen zwei Jahren scheint in der Stadt Luzern immer noch kein Umdenken stattgefunden zu haben: Die Verhandlungen sind auf Schwierigkeiten gestossen, die Gowa-Halle musste die Tore schliessen, der Grossstadtrat sperrt sich gegen eine Lösung für den Wagenplatz Sous le pont und während der Stadtrat auf fieberhafter Suche nach einem Standort für die Salle Modulable ist, werden weitere Kulturbetriebe von der Schliessung bedroht. Die Aktion Freiraum ruft deshalb zu einer erneuten Kulturoffensive auf. Seit dem 1. Dezember vor zwei Jahren kämpft eine breite Bewegung gegen die offensichtlichen Missstände in der Kultur- und Stadtentwicklungspolitik der Stadt Luzern. Sie setzt sich ein für kulturelle Freiräume und alternative Wohn- und Lebensformen, welche von der auf Prestigebauten und Wohnraum für Besserverdienende fixierte Stadtentwicklung bedroht und zerstört werden. Nun, nachdem sich die Nacht im Sonnenberggefängnis zum zweiten Mal jährt, scheint in der Stadt Luzern noch keinerlei Umdenken stattgefunden zu haben. Schlimmer noch: Mit der Schliessung des Frigorex und den politischen Ränkeleien um die Salle Modulable trübt sich das Klima in Luzern erneut. Es geht erneut vergessen, dass Kultur im Kleinen beginnt, Lebensqualität nicht Wirtschaftswachstum bedeutet und dass der Stadtkern nicht bloss denen gehört, welche am meisten konsumieren und investieren. Die Aktion Freiraum kann eine solche Entwicklung nicht weiter dulden. Der Verein Kulturraum hat sich deshalb dazu entschlossen, den Verein aufzulösen und die Verhandlungen mit der Stadt Luzern als gescheitert zu erklären. Der Verein sieht keinen Sinn, mit einer Stadt für ein Kulturzentrum zu verhandeln, wenn dieselbe Stadt eine Stadtentwicklung vorantreibt, welche nicht-etablierte Weiter leben soll jedoch die Aktion Freiraum. Sie war und ist eine Bewegung, welche sich nicht auf einzelne Meinungen oder Personen reduzieren lässt. Sie ruft deshalb alle Kulturschaffenden, Kulturinteressierten, alle bedrohten Lebens- und Wohnformen dazu auf, sich als Teil einer Bewegung zu verstehen, welche nur gemeinsam ihre vielfältigen Ansprüche an ein Leben in Luzern verteidigen kann. Noch immer steht die Alternativkultur auf der Strasse. Da es für uns keinen Platz in dieser Stadt zu geben scheint, müssen wir ihn uns wieder erkämpfen. Wir rufen zu einer neuen Kulturoffensive auf, welche sich mit vielfältigen Aktionen und Protesten gegen das kultur- und lebensfeindliche Klima der Stadt Luzern auflehnt.
Konkret kritisiert die Aktion Freiraum die folgenden Punkte:
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