Aktion Freiraum

30.11.2007

Die Kultur steht auf der Strasse


Der Kulturkompromiss ist tot: Die Alternativkultur hat aufgrund einer verfehlten Stadtplanung keinen Platz mehr in Luzern. Wir wollen diesen zurück.


Boa geschlossen
Die Schliessung der Boa nach 19 Jahren bedeutet nicht nur ein Verlust für die Alternativkultur, sondern auch ein Ende des Kulturkompromisses. Die Millionen, welche jährlich in die etablierte Kultur investiert werden, bleiben bestehen. Die 200'000 Franken, welche für die Boa aufgewendet wurden, sind ersatzlos gestrichen.
Das „Nachfolgeprojekt Südpol“ ausserhalb der Stadtgrenze von Luzern ist kein Ersatz. Dies belegt ein Auszug aus der kulturpolitischen Standortbestimmung der Stadt Luzern:
„Eine Kulturstadt braucht breite und lebendige Kulturszenen, die widerspenstig, unreglementiert, kritisch, aufmüpfig und anarchisch sind. Diese Szenen machen den Nährboden des kulturellen Lebens aus.“
Die Stadtentwicklungsmodelle weisen jedoch in eine komplett andere Richtung. Die Alternativkultur geht darin völlig unter.

Freiräume zerstört
Gleichzeitig wurden die beiden besetzten Häuser geräumt. Die dort selbst erschaffenen Freiräume damit zerstört. Die Fluhmattstrasse 63 und 65 musste der „Stadtaufwertung“ weichen, währenddessen die Hofstrasse 3 weiterhin als Spekulationsobjekt missbraucht wird. Auch die Gibraltarstrasse musste neuen überteuerten Wohnungen weichen.
Überhaupt fällt auf dass im Rahmen dieser Stadtentwicklung neue Wohnungen fast nur im mittleren und oberen Preissegment entstehen.

Wir sind noch hier
Der Alternativkultur wurden die Räumlichkeiten genommen, die Forderungen jedoch bleiben bestehen. Die „Aktion Freiraum“ ruft deshalb zu einem friedlichen Strassenfest für kulturelle Freiräume am 1.Dezember 2007 mit Start um 20h im Vögeligärtli auf.

Die alternative Kultur wurde auf die Strasse gestellt und diesen Ort nutzen wir jetzt!

 
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