| Aktion Freiraum gründet den "Verein Kulturraum" |
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Medienmitteilung des „Verein Kulturaum“, 27.1.09 Die Aktion Freiraum hat am Dienstag letzter Woche den „Verein Kulturraum“ gegründet. Somit gibt sich die Aktion Freiraum Strukturen, innerhalb derer die Verhandlungen um Räumlichkeiten für einen alternativen Kulturbetrieb weitergeführt werden können und ein allfälliger Betrieb geführt werden kann. Bis heute steht die Aktion Freiraum in Verhandlungen mit der Stadt und privaten Grundstückbesitzer, um geeignete Räumlichkeiten zu finden. Es zeichnen sich konkrete Möglichkeiten ab. Am Dienstag 20. Januar haben Mitglieder der Aktion Freiraum den „Verein Kulturraum“ gegründet. Einstimmig wurden die Statuten angenommen und ein fünfköpfiger Vorstand gewählt. Das Co-Präsidium wird von Reto Bürgisser und Anna Froelicher besetzt. Der Verein wurde jedoch nicht gegründet, weil rechtsbürgerliche Kreise seit längerer Zeit versuchen, die Aktion Freiraum als anonyme Organisation zu verunglimpfen. Die Strukturen des Vereins sind entstanden, weil sie die Verhandlungen mit privaten Unternehmen und der Stadt Luzern erleichtern, und einen kommenden Betrieb eines Kulturzentrums ermöglichen. Räume für Alternativkultur Was die Aktion Freiraum im letzten Jahr gezeigt hat ist immer noch aktuell: Die alternative Kulturszene braucht Räumlichkeiten, in denen experimentelle, niederschwellige und kreative Kultur gemacht werden kann. Mehrmals brachte die Aktion Freiraum hunderte junge und kulturinteressierte Menschen auf die Strasse und wehrte sich gegen die Vorstellung, dass sich freie Kultur im Korsett von Konzepten der Stadtverwaltung entwickeln kann. Räumlichkeiten in denen gerade junge Menschen sich sozial und kulturell betätigen können sind wichtig für eine kreative und vielfältige Kulturstadt. Die Aktion Freiraum setzt sich deshalb weiterhin intensiv mit der Schaffung solcher Möglichkeiten auseinander. Verfehlte Stadtentwicklung Dass geeignete Räumlichkeiten, vor allem auch innerhalb der Stadt Luzern kaum aufzufinden sind, ist kein zufälliges Ergebnis. Mit einer Stadtentwicklungspolitik, welche sich nicht an den Bedürfnissen der ganzen Bevölkerung - sondern an den Interessen der sogenannt guten Steuerzahlerinnen und Steuerzahler - orientiert. Dass aber eine Stadt gerade kulturelle und soziale Einrichtungen braucht, welche direkt der Verbesserung der Lebensqualität dienen, geht dabei vergessen. Solche wichtigen Einrichtungen werden dabei aus der Stadt gedrängt oder ganz geschlossen. Deswegen ist es schwierig, schnell Räumlichkeiten für eine kulturelle Nutzung zu finden, die durch vorprogrammierte Nutzungskonflikte nicht zum scheitern verurteilt sind. Fortschritte in den Verhandlungen Nach intensiven Verhandlungen mit privaten Institutionen und der Stadt Luzern hat der „Verein Kulturraum“ Fortschritte in der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten erreicht. Viele Häuser wurden begutachtet, Verhandlungen mit Grundbesitzenden geführt und die Einreichung von Baugesuchen geprüft. Der „Verein Kulturraum“ ist zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr ein konkretes Projekt angegangen werden kann, welches auch längerfristig als neues Zuhause für die alternative Kulturszene stehen kann. Denn die Alternativkultur braucht ein Zentrum, indem verschiedenste, vielfältige Ansprüche über längere Zeit verhandelt und ausgelebt werden können. Mit freundlichen Grüssen Verein Kulturraum verein-kulturaum(ät)gmx(punkt)ch Luzern, 27. Januar 2009 |